Staatliche Ballettschule Berlin: Senatorin Scheeres versagt erneut

Zum Mobbing-Skandal an der Staatlichen Ballettschule erklärt der stellvertretende Landesvorsitzende der CDU Berlin und Jugendstadtrat in Neukölln, Falko Liecke:

"Wer körperliche und seelische Kindeswohlgefährdung, Mobbing und Diskriminierung unter staatlicher Aufsicht einfach laufen lässt, kann den Kinderschutz in Berlin nicht mehr glaubwürdig vertreten. Das Wohl der Kinder und Jugendlichen muss für eine Jugendsenatorin den höchsten Stellenwert haben. Allein der Anschein, dass Hinweisen nicht unverzüglich und umfassend nachgegangen wurde, erschüttert das Vertrauen in den Willen und die Fähigkeit des Senats, Kinder vor solchen Übergriffen zu schützen.
 
Die vollkommen unangemessene (Nicht)Reaktion der Senatorin reiht sich damit ein in eine Kette von Fehleinschätzungen, Fehlentscheidungen und dem schlichten Leugnen von Problemen. Schon das Versagen in der Kitakrise, das jahrelange Leugnen des Erziehermangels und die vollkommen desolate Lage an Berliner Schulen haben berechtigte Zweifel an der Eignung der Jugend- und Bildungssenatorin geweckt. Der Skandal um die Staatliche Ballettschule und der Unwillen, angemessen und rechtzeitig darauf zu reagieren wiegen daher umso schwerer."
 
Zum Hintergrund:
"Deine Brüste sind zu groß/klein", "Du bist zu dünn/dick", Essstörungen, Bodyshaming, Suizid-Gefährdung. Spätestens seit September 2019 wusste Senatorin Scheeres von den Hinweisen auf extremes Mobbing bis hin zur Kindeswohlgefährdung unter staatlicher Aufsicht. In ihrer Verwaltung waren die Vorwürfe schon seit 2015 bekannt. Statt einzugreifen sollten Hinweisgeber versetzt werden. Die jetzt eingerichetete Clearingstelle am Kinderschutzzentrum in Neukölln ist richtig, kommt aber viel zu spät.

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