Finanzielle Belastung für den Bezirk Mitte nicht mehr tragbar: Grill-Verbot im Großen Tiergarten !

CDU-Fraktion fordert Grundsatzentscheidung und bringt Ausweichflächen ins Gespräch

Foto: Robert Babiak / PIXELIO, www.pixelio.de
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Nachdem vor Tagen Mittes neuer Bezirksstadtrat für Wirtschaft und Ordnung, Carsten Spallek, die unzumutbaren Zustände im Großen Tiergarten kritisiert und dort ein generelles Grillverbot gefordert hat, kann er sich dazu auch der Unterstützung seiner CDU-Fraktion sicher sein. “Wir begrüßen ausdrücklich die Initiative des Stadtrates und fordern neben dem Ende der theoretischen Diskussionen auch eine Grundsatzentscheidung zu Gunsten des Bezirks Mitte”, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Thorsten Reschke.

Die unhaltbaren Zustände im Großen Tiergarten durch das unverantwortungsvolle Grillen sind seit Jahren bekannt. “An einem schönen Wochenende fallen alleine für die Müllbeseitigung rund 15.000 Euro pro Tag an. Hinzu kommen die Kosten für Schäden an Bäumen, Sträuchern und Rasenflächen”, sagte der CDU-Fraktions­vorsitzende. “Wir müssen aber feststellen, dass die wohlmeinenden Appelle an die Griller im Großen Tiergarten meist ungehört bleiben, deshalb müssen sich Bezirksamt und Bezirksverordnetenversammlung in Mitte endlich zu einer Grundsatzentscheidung durchringen und ein Grill-Verbot im Großen Tiergarten aussprechen”, forderte Reschke.

Allein bis Mitte Mai 2009 wurden aus dem Großen Tiergarten 560 Kubikmeter Grillmüll entsorgt, was einer Masse von 104 Tonnen entspricht. Somit sind bereits in den ersten Grillwochen dieses Jahres Kosten in Höhe von 56.000 Euro verursacht worden, wie das Bezirksamt auf eine Anfrage der CDU-Fraktion Mitte (siehe unten) mitteilte. Jährlich werden im Großen Tiergarten, durch ausgeschüttete Grillkohle (Verbrennungen) aber auch Überbelastung, bis zu 5.000 Quadrat­meter Rasen zerstört, was allein zusätzliche Kosten in Höhe von 15.000 Euro jährlich verursacht. 

Es ist nicht zu vermitteln, wenn das Bezirksamt im Rahmen seiner Haushaltsstrategie des angeblichen ‘Straffens und Stärkens’ Angebote und Standorte im Bereich der Jugend- und Seniorenarbeit in Mitte ersatzlos streichen will, um Bewirtschaftungskosten zwischen 20.000 und 40.000 Euro einzusparen, und andererseits hinnimmt, dass Zehntausende Euro für die Müll- und Schadensbeseitigung im Tiergarten verschwendet werden“, stellte Reschke klar.

Die CDU-Fraktion schlägt als mögliche Ausweichorte den Zentralen Festplatz in Mitte oder den ehemaligen Flughafen Tempelhof vor. “Beide Orte werden derzeit nur zeitweilig genutzt, verfügen über sehr gute Verkehrs­anbindungen und bieten durch ihre Umgrenzungen z.B. auch die Möglichkeit, eine geringe Grillgebühr zu erheben“, so Reschke abschließend.

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