ESKALATION DER GEWALT IN BUSSEN UND BAHNEN ERFORDERT ENTSCHIEDENES HANDELN

"Der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Frank HENKEL, erklärt nach der Serie von brutalen Übergriffen im öffentlichen Personennahverkehr:
Frank HenkelFrank Henkel
"Es ist eine verhängnisvolle Entwicklung, dass BVG-Mitarbeiter und couragierte Fahrgäste immer mehr zum Freiwild werden. Besorgniserregend ist nicht nur die hohe Zahl von jährlich rund 3.000 Körperverletzungen in Bussen und Bahnen, sondern vor allem auch die unfassbare Brutalität, die viele Angreifer an den Tag legen. Wenn Täter gezielt und mit voller Wucht gegen den Kopf ihres Opfers springen, Fahrgäste vor einen einfahrenden Zug stoßen oder Busfahrer abstechen, dann sind das keine Auseinandersetzungen oder Schlägereien mehr. Das ist versuchte Tötung! Angesichts des zunehmenden Brutalisierungstrends dürfen Senat und BVG nicht die Hände in den Schoß legen. Der Schutz von Personal und Fahrgästen darf nicht an vorgeschobenen Kostenargumenten oder gar an selbstauferlegten Tabus scheitern. Das ist in der Vergangenheit leider oft genug der Fall gewesen. So hat sich die rot-rote Koalition jahrelang heftig gegen die von der CDU geforderte Ausweitung der Videoüberwachung auf alle U-Bahnhöfe gewehrt. Die Verantwortlichen müssen zudem anerkennen, dass die Umwandlung von U-Bahnhöfen in personalfreie 'Geisterbahnhöfe' und die Abschaffung der Doppelstreifen von BVG-Mitarbeitern und Polizei die Lage dramatisch verschlimmert haben. Hier ist im Interesse der Personal- und Fahrgastsicherheit ein schnelles Umsteuern geboten. Die BVG-Mitarbeiter haben einen Anspruch darauf, dass ihr Arbeitgeber sie schützt, ebenso wie Fahrgäste für ihre Ticketkosten ein Höchstmaß an Service und Sicherheit erwarten können. Eine voreilige Absage an zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen, z.B. Fahrerkabinen, geht an der Realität in vielen Kiezen vorbei. Die CDU-Fraktion wird zeitnah einen Maßnahmenkatalog für mehr Sicherheit im ÖPNV vorlegen. Darüber hinaus bleiben wir bei unserer Forderung, dass angesichts der vielen jugendlichen und heranwachsenden Gewalttäter eine Verschärfung des Jugendstrafrechts zwingend erforderlich ist." Frank Henkel