WOWEREIT MUSS GRÄBEN ÜBERWINDEN - STÄRKERE BERÜCKSICHTIGUNG VON RELIGION IM UNTERRICHT MÖGLICH

Der Fraktions- und Landesvorsitzende der Berliner CDU, Frank HENKEL, erklärt:


"Nach dem Volksentscheid zur Einführung eines Wahlpflichtfachs Religion muss der Regierende Bürgermeister jetzt schnell die Hand zur Versöhnung reichen und die durch eine kaum vorstellbare Schärfe in der Debatte entstandenen Gräben überwinden.

 
Ich appelliere an Herrn Wowereit, auf die Glaubengemeinschaften zuzugehen, und gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten. Es ist nicht seine Aufgabe, die Stadt einer Spaltung auszusetzen, sondern die Menschen zusammenzubringen. Die fast gleichstark artikulierten Interessen für und gegen ein Wahlpflichtfach Religion müssen für den Regierenden Bürgermeister jetzt endlich das Signal sein, den Dialog zu suchen und Kompromisse zu ermöglichen.

Eine stärkere Berücksichtigung von Religionsunterricht ist möglich. Ich sehe z.B. eine Art Modullösung, nach welcher sich Schüler Teile des Ethikunterrichts und des Religionsunterrichts zusammenwählen können, oder man kann auch eine Fächerkombination mit halbjährigem Wechsel diskutieren.

Wir brauchen die Diskussion über Werte, Kulturen und Fragen des Glaubens - in dieser Zeit der Krise besonders. Wir brauchen sie aber vor allem auch in Berlin, um die Integration zu befördern."