NACH DEM STREIK DER TECHNIK JETZT STREIK DES PERSONALS? - SIGNAL FÜR PERSONALABBAU AUF ROT

Der Fraktions- und Landesvorsitzende der Berliner CDU, Frank HENKEL, erklärt:

"Die Mitarbeiter der S-Bahn haben Recht, dass mit dem Personalabbau Schluss sein muss. Ein Streik wäre jedoch in der jetzigen Situation ein denkbar schlechtes Signal, nachdem in den vergangenen Wochen ganze Strecken stillgelegt werden mussten. Vor allem aber wäre es ein verheerendes Bild nach draußen, während die Welt wegen der Leichtathletik-WM auf unsere Stadt blickt und bei uns zu Gast ist.

 
Ich appelliere deshalb sowohl an die Verantwortlichen bei der Deutschen Bahn und der Berliner S-Bahn als auch an die Mitarbeiter der S-Bahn, jetzt vor allem für den Rückgewinn von Vertrauen in das Unternehmen zu kämpfen.

Dies bedeutet, dass die S-Bahn-Führung von weiteren Personaleinsparungen erkennbar Abstand nehmen muss. Das Unternehmen hat schmerzvoll erfahren müssen, was es bedeutet, am falschen Ende zu sparen. Gerade die Reduzierung von Personal und damit verbundene Verringerung von Technikintervallen bei gleichzeitiger Schließung von Werkstätten haben bei der S-Bahn zu den chaotischen Zuständen geführt. Dieser Zustand muss künftig konsequent vermieden werden. Gleichzeitig muss die S-Bahn auch dafür sorgen, dass es in Zukunft keine Geisterbahnhöfe mehr gibt. Hier ist Verkehrssenatorin Junge-Reyer gefordert, endlich einmal deutliche Worte zu finden.

Die Mitarbeiter der S-Bahn haben die Berlinerinnen und Berlin hinter sich, wenn es um ein Ende des Personal- und Technikchaos geht. Ein Streik würde jedoch genau diejenigen treffen, die in den vergangenen Wochen am meisten unter den Problemen bei der S-Bahn gelitten haben: die Fahrgäste. Damit würde weder dem berechtigten Anliegen des Personals noch dem ohnehin angeschlagenen Unternehmensbild geholfen sein."