Der Fraktions- und Landesvorsitzende der Berliner CDU, Frank HENKEL, erklärt:
"In einem Interview in der Berliner Morgenpost fordert der Landesvorsitzende der Linken, Klaus Lederer, die S-Bahn aus dem Bahnkonzern herauszulösen und das Unternehmen durch das Land Berlin zu erwerben. Diese Forderung ist blanker Populismus. Lederer, der sich gerade um ein Bundestagsmandat bemüht, bleibt damit der Linie der Linken treu, mit unbezahlbaren Versprechen auf Stimmenfang zu gehen.
Der Landesvorsitzende der Linken versucht davon abzulenken, dass Rot-Rot eine maßgebliche Verantwortung für das S-Bahn-Chaos trägt. Der Senat war es, der einen dilettantischen Vertrag ausgehandelt hat, der dem Auftraggeber Senat keine Kontrollmöglichkeiten einräumt und kaum Sanktionsmöglichkeiten für nicht oder schlecht erbrachte Leistungen vorsieht. Damit hat er Druckmittel, die ein vernünftiger Vertrag geboten hätte, selbst aus der Hand gegeben. Die Folgen dieses Dilettantismus für Fahrgäste und Gewerbetreibende sind verheerend.
Eine mehrheitliche Landesbeteiligung an Unternehmen ist kein Garant für Qualität und bezahlbare Preise. Vor allem aber ist ein Erwerb angesichts des stetig wachsenden Schuldenbergs Berlins völlig unrealistisch. Den Steuerzahler würde ein Erwerb der S-Bahn ca. zwei Milliarden Euro kosten. Es wäre inakzeptabel, dass die Berlinerinnen und Berliner für die Fehler des Senats und des Managements am Ende zur Kasse gebeten werden."