Der Fraktions- und Landesvorsitzende der Berliner CDU, Frank HENKEL, und der wissenschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Nicolas ZIMMER, erklären:
"Die Ankündigung des möglichen Wechsels des Präsidenten der FU Berlin, Prof. Lenzen, nach Hamburg, hätte beim rot-roten Senat Alarmbereitschaft auslösen müssen. Stattdessen reagieren sowohl der Senat, als auch die Koalitionsfraktionen von SPD und Linke ausschließlich mit der ihnen eigenen Arroganz der Macht. Die Aussage des wissenschafts-politischen Sprechers der Linken, Albers, man werde Lenzen keine Träne nachweinen, ist an Unverschämtheit kaum zu überbieten und zeigt das Desinteresse dieser Koalition an einer erfolgreichen Wissenschafts- und Forschungslandschaft um so deutlicher.
Von purer Selbstüberschätzung ist auch die Einlassung des Berliner Wissenschaftssenators Zöllner geprägt, der Lenzen Egoismus vorwirft, nicht genügend den gesamten Wissenschafts-standort im Auge gehabt zu haben. Zöllner selbst wird immer mehr zur Gefahr für die Exzellenz der Hochschulen, zum Störfall für den Berliner Wissenschaftsbetrieb. Dabei wäre der Weggang Lenzens nur die Spitze des Eisbergs: Der Senat hat bei den Hochschulverträgen Wortbruch begangen. Zöllner hat die Einrichtung einer überflüssigen Prestigeeinrichtung, der Einstein-Stiftung, trotz vieler Einwände vorangetrieben, und lässt sie prompt vom Finanzsenator für die Kitas plündern. Der rot-rote Senat ist unfähig, das Thema Charité in den Griff zu bekommen - das vertreibt nicht nur Lenzen, sondern auch viele andere exzellente Wissenschaftler aus Berlin. Um es deutlich zu sagen: Die Exzellenz der FU wurde nicht durch Zöllner, sondern trotz Zöllner erreicht. Oder anders: Exzellenz in der Wissenschaft war lange vor Zöllner und es ist vor allem dem Wirken Lenzens zu verdanken, dass die Berliner FU unter den Top 100 der Welt zu finden ist.
Der Weggang dieses herausragenden Präsidenten und Wissenschaftlers wäre ein enormer Verlust für die gesamte Stadt. Deshalb fordern wir den Regierenden Bürgermeister nachdrücklich auf, umgehend Bleibeverhandlungen mit Herrn Prof. Lenzen aufzunehmen, um diese international hoch angesehene Kapazität in Berlin zu halten.
Das Signal des Umgangs in dieser Personalfrage geht dabei weit über die Wissenschaft hinaus. Würde sich der Eindruck weiter erhärten, dieser rot-rote Senat suche mit herausragenden Persönlichkeiten nicht das Gespräch und die Zusammenarbeit, sondern den Konflikt, wäre dies ein verheerendes Signal."
ACHTUNG: DIE CDU-Fraktion hat zu diesem Thema eine Aktuelle Stunde für die kommende Plenarsitzung am Donnerstag eingebracht, die aufgrund unseres Kontingents gesetzt sein wird.