INTEGRATION BEDEUTET FORDERN UND FÖRDERN - THEMA MUSS ENDLICH CHEFSACHE WERDEN

"Der Landes- und Fraktionsvorsitzende der Berliner CDU, Frank HENKEL, und der integrationspolitische Sprecher, Kurt WANSNER, erklären zur aktuellen Studie des `Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung´ über die Lage der Integration in Deutschland:
Frank HenkelFrank Henkel
"Die bundesweite Studie basiert auf Daten aus dem Jahr 2005 und lässt die Entwicklungen der letzten drei Jahren vor allem auf Bundesebene außer Acht. Dennoch ist die Studie wichtig. Sie erinnert daran, dass bei der Integration nicht nachgelassen werden darf. Da Integration keine Einbahnstraße ist, richtet sich diese Mahnung aber an alle Beteiligten - an die Migranten, an deren Vertreter in den Verbänden und an die politisch Verantwortlichen.

In Berlin leben viele Menschen, die erfolgreich integriert sind, die arbeiten gehen und sogar Arbeitsplätze schaffen. Aber es gibt leider auch einige, deren Integrationsbereitschaft gering ist. Neben den Betroffenen müssen sich auch die Verbände fragen lassen, inwiefern ihr Beitrag zur Integration ausreicht.

Integration bedeutet für uns jedoch nicht nur Fordern, sondern auch Fördern. Deshalb ist es ganz klar, dass auch die Politik in der Pflicht steht. Aber von Senatorin Knake-Werner ist zum Thema Integration kaum etwas zu hören. Auch ihr Integrationsbeauftragter Piening drückt sich davor, Antworten auf die drängenden Fragen zu geben - wie an der Absage an Staatsministerin Böhmer zu erkennen war.

Wir fordern den Senat auf, das Thema Integration zur Chefsache zu erklären, anstatt kleinteilig in den unterschiedlichen Senatsressorts daran herumzubasteln. Es muss darum gehen, auf Grundlage dieser Studie die Integrationsprobleme in unserer Stadt beim Namen zu nennen und dafür nachhaltige Lösungen anzubieten. Dazu ist der Senat bis heute nicht in der Lage. Das stellt die angespannte und kritische Situation in vielen Berliner Schulen und Wohnquartieren tagtäglich immer wieder aufs Neue unter Beweis."

Frank Henkel