"Der Landes- und Fraktionsvorsitzende der Berliner CDU, Frank HENKEL, erklärt:
"Auch nach vier Jahren macht der Mord an Hatun Sürücü immer noch betroffen. Es bleibt erschütternd, dass eine junge Türkin von ihrem Bruder auf offener Straße erschossen wird, nur weil sie gegen den Willen ihrer Familie einen eigenen Weg geht und sich in unsere Gesellschaft integriert.
Frank HenkelVor allem macht betroffen, dass die Tat nur teilweise gesühnt bleiben wird, weil nur der jüngste der drei Brüder für diese Gräueltat bisher bestraft werden konnte - und das auch noch milde. Das war und ist das falsche Signal an jene Kreise insbesondere in der türkischen Community, die sogenannte `Ehrenmorde´ nach wie vor verteidigen. Denn im letzten Jahr wurden in Berlin zwei solcher Morde beinahe unbemerkt und unkommentiert verübt. Der Senat muss deshalb den `Ehrenmord´ an Hatun Sürücü als ständige Mahnung verstehen und alles tun, damit Integration in Berlin endlich gelingen kann.
Aber nicht nur der Senat steht in der Pflicht, die Integration voranzutreiben. Auch die Verbände haben die Aufgabe, auf die hier lebenden Migranten positiv einzuwirken.
Es muss ganz klar sein: Wer in Deutschland leben will, muss sich an die hier geltenden Gesetze halten. Parallelgesellschaften mit eigenen Rechtsvorstellungen darf es nicht geben. Denn ein `Ehrenmord´ hat nichts mit Ehre zu tun, sondern ist und bleibt ein hinterhältiger, kaltblütiger Akt. Wer trotzdem einen `Ehrenmord´ begeht, muss die ganze Härte unseres Gesetzes zu spüren bekommen.
Vertreter der CDU-Fraktion werden an einer Gedenkveranstaltung anlässlich des Mordes an Hatun Sürücü am Samstag, dem 7. Februar 2009, um 11:00 Uhr am Ort des tragischen Geschehens, Oberlandgarten 1/Ecke Oberlandstraße, teilnehmen."
Frank Henkel