"Der Generalsekretär der CDU Berlin, Frank Henkel, erklärt zu den Flügelkämpfen in der Berliner SPD und dem Redeverbot für Neuköllns Bezirksbürgermeister Buschkowsky:
Frank Henkel"Es ist dramatisch, wie sich die Berliner SPD vom Anspruch einer Volkspartei verabschiedet und immer weiter nach links rutscht. Die Flucht aus der politischen Mitte wird dabei mit harten Bandagen gegen die gemäßigten Kräfte durchgesetzt. Erst stellen führende Parteilinke die eigenen Bundestagsabgeordneten an den Pranger, dann wird Bezirksbürgermeister Buschkowsky mit dem Bannstrahl belegt. SPD-Vize Hanke nimmt angesichts dieser Entwicklung sogar das Wort 'Inquisition' in den Mund. Hier werden tiefe Gräben sichtbar, die lange von den Umfragetiefs der Bundespartei und der Führungsschwäche des SPD-Bundesvorsitzenden überdeckt worden sind. "Es ist kein Geheimnis, dass weite Kreise der Berliner SPD Rot-Rot zum Exportmodell für die gesamte Republik machen wollen. Weil man keine Querschüsse aus den eigenen Reihen gebrauchen kann, bleiben die wenigen Genossen, die inhaltlich noch in der Nähe der Mitte stehen, auf der Strecke. Herr Buschkowsky kann sich noch so sehr in London und Rotterdam weiterbilden - wenn ihn die Genossen anschließend nicht einmal anhören, dann ist das Steuergeldverschwendung. Es reicht nicht aus, in Interviews ordentlich auf den Tisch zu hauen. Er muss sich mit seinen Forderungen endlich auch in der eigenen Partei durchsetzen. Sollte Buschkowsky das nicht schaffen, muss er sich fragen, ob er sich als bürgerliches Feigenblatt einer zunehmenden Kopie der Linkspartei hergeben will." Frank Henkel