"Der Generalsekretär der Berliner CDU, Frank Henkel, erklärt:
Frank Henkel"In Berlin hat sich gezeigt, dass die SPD entgegen aller Beteuerungen mit der PDS ins Bett geht, wenn es den Weg an die Macht ebnet. Nun fordert Wowereit seine Partei ganz offen auf, diesen Sündenfall auch im Westen zu prüfen. Dass die SPD damit den letzten Rest politischer Glaubwürdigkeit verspielt, scheint Wowereit völlig egal zu sein.
Die einstmals stolze Volkspartei SPD muss endlich die Kraft finden, den Ausverkauf der Sozialdemokratie durch die Koalition der Wortbrecher um Wowereit und Beck zu stoppen. Die SED-PDS-Linkspartei darf nicht weiter aus bloßem Machtkalkül salonfähig gemacht werden. Anstatt in einen ruinösen Überbietungswettbewerb einzutreten, muss sich die SPD klar von der Kommunistentruppe um Lafontaine und Gysi abgrenzen und zeigen, dass die Heilsversprechen der Linken utopisch und unbezahlbar sind. Wir müssen die Enttäuschten zurückgewinnen, die der Linkspartei aus Protest die Stimme gegeben haben, und ihnen wieder das Gefühl geben, dass es sozial gerecht zugeht in unserem Land. Wir müssen ihnen aber auch erklären, warum das rot-rote Armutsmodell in Berlin niemals zum Exportschlager für die gesamte Republik werden darf. Was hat es mit sozialer Gerechtigkeit zu tun, wenn die Berliner Linke z.B. einen Kahlschlag bei Jugendfreizeiteinrichtungen und Erziehungshilfen mitzuverantworten hat, ebenso wie überproportional hohe Arbeitslosigkeit und steigende Kinderarmut?
Die Umarmungsstrategie der SPD-Spitze gegenüber der Linkspartei wird jedenfalls nicht aufgehen. Die SPD-Führung drückt sich einen Schmarotzer an die Brust, der die Partei so lange aussaugen wird, bis sie vor Entkräftung nicht mehr stehen kann."
Frank Henkel