"Der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Frank HENKEL, erklärt:
"Wir begrüßen die Initiative des diakonischen Trägers EJF-Lazarus, noch in diesem Jahr ein geschlossenes Heim für straffällige Kinder und Jugendliche aus Berlin einzurichten.
Frank HenkelWir hoffen, dass von dieser Entscheidung eine Signalwirkung für Berlin ausgeht. Die CDU-Fraktion fordert seit Jahren, die geschlossene Heimunterbringung für hochgradig gefährliche und kriminelle Kinder und Jugendliche auch in Berlin zu ermöglichen. Die Unterbringung in solchen Heimen ist aus erzieherischen und therapeutischen Gründen sinnvoll, soll aber auch den Schutz der Allgemeinheit vor dieser Tätergruppe gewährleisten.
Der rot-rote Senat hat geschlossene Heime jahrelang aus ideologischen Gründen abgelehnt. Angesichts der dramatischen Entwicklung bei der Jugend- und Jugendgruppengewalt in der Hauptstadt kann auf diese intensivtherapeutischen Angebote jedoch nicht verzichtet werden. Wir sehen uns in unserer Linie durch die gestrigen Aussagen des Vorstandsvorsitzenden von EJF-Lazarus, Dreusicke, weiter bestätigt. Laut Dreusicke habe die Praxis gezeigt, dass offene pädagogische Einrichtungen nicht alle kriminellen und schwer verhaltensauffälligen Jugendlichen erreichen würden.
Es ist positiv, dass unsere Stadt bei der Bekämpfung der Jugendgewalt nun bald auf geschlossene Heimplätze in der Uckermark zurückgreifen kann. Berlin muss von dieser Möglichkeit intensiv Gebrauch machen."
Frank Henkel