2005 sollte bereits DB-Konzernzentrale verlegt werden
Der Fraktions- und Landesvorsitzende der Berliner CDU, Frank HENKEL, erklärt:
"Die mangelhafte Standortpolitik des rot-roten Senats führt dazu, dass die Deutsche Bahn erneut die Verlegung einer wesentlichen Sparte ihres Unternehmens, des Logistikbereichs, plant und Berlin dadurch in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten ca. 200 Arbeitsplätze verlieren könnte.
Wie schon im Jahr 2005, als die Bahn die Konzernzentrale aus Berlin abziehen wollte, vermag es der Regierende Bürgermeister Wowereit noch immer nicht, ein nachhaltig positives Klima mit dem größten nichtöffentlichen Arbeitgeber Berlins zu schaffen: Unternehmenspflege und vorausschauende Standortpolitik sehen jedenfalls anders aus, wie uns die emsigen Duisburger beweisen. Sie haben, anders als Berlin, der Bahn frühzeitig begehrte Grundstücke für die Ansiedlung der Logistik-Sparte in Aussicht gestellt, was sie nun in der engeren Auswahl für die Investition sieht.
Wowereit und sein Wirtschaftsenator Wolf sind dringend aufgefordert, nochmals mit der Konzernspitze der Deutschen Bahn in Verhandlung zu treten, um die Abwanderung der Logistiksparte aus Berlin abzuwenden.
Hierzu muss ein tragfähiges Konzept vorgelegt werden, in dem die zahlreichen Wettbewerbsvorteile der hier vorhandenen Infrastruktur aufgezeigt werden. Mit dem zukünftigen Großflughafen BBI, den in Berlin und Brandenburg vielfach vorhandenen trimodalen Güterverteilzentren und nicht zuletzt dem Westhafen steht Berlin anderen Regionen in Deutschland in nichts nach. Hinzu kommt die Lage Berlins im Zentrum des europäischen Schienennetzes und der besonderen Nähe zu den rasant wachsenden osteuropäischen Metropolen.
Wowereit entwickelt sich immer mehr zu einem Standortnachteil für unsere Stadt: Die sich wiederholende Umzugsabsicht der Deutschen Bahn, aber auch diverse andere be- und verhinderte Ansiedlungsinvestitionen von Unternehmen gehen auf sein Konto: Sein Non-Verhältnis zum ehemaligen Bahn-Chef Mehdorn, seine arrogante Haltung im Umgang mit Investoren während der Debatte zum Erhalt des Flughafens Tempelhof, seine schroffe Zurückweisung eines Aufrufs von 74 international operierenden Unternehmen Deutschlands, Tempelhof als Geschäftsflughafen offen zu lassen mit den Worten, man wolle keinen "Bonzenflughafen", und seine Verunglimpfung des US-Investors Lauder als "reicher Onkel aus Amerika" in diesem Zusammenhang sind keine Visitenkarten für den Wirtschafts-, Investitions- und Ansiedlungsstandort Berlin."