ABSAGE AN BÖHMER IST AFFRONT UND ZEIGT REALITÄTSVERWEIGERUNG DES SENATS

"Der Landes- und Fraktionsvorsitzende der Berliner CDU, Frank HENKEL, erklärt:
"Dass der Berliner Integrationsbeauftragte Piening Staatsministerin Böhmer eine Absage erteilt hat, ist ein Affront. Es ist völlig inakzeptabel, Böhmer zu unterstellen, ihre Einladung sei `eine unüberlegte, auf schnelle Medienwirkung bedachte Reaktion´. Während die Integrationsbeauftragte des Bundes den Ernst der Lage erkannt hat, setzt ihr Kollege auf Berliner Ebene auf Realitätsverweigerung und lässt damit die Schulen im Stich.
Frank HenkelFrank Henkel
Piening scheint kein Interesse daran zu haben, die von den 68 Schulleitern aus dem Bezirk Mitte beklagten eklatanten Missstände an Schulen - bauliche wie personelle - erkennen und beheben zu wollen. Wie ernst die Lage sein muss, wird schon allein daran deutlich, dass die zur Loyalität verpflichteten Schulleiter keinen anderen Ausweg mehr wussten, als an die Öffentlichkeit zu gehen und dabei berufliche Konsequenzen in Kauf nahmen.

Nicht nur im Bezirk Mitte stellt ein hoher Anteil von Kindern nicht-deutscher Herkunft die Schulen vor enorme Problemen. Wir sind deshalb überzeugt, dass der Brandbrief auch vielen Schulleitern aus anderen Bezirken aus der Seele spricht.

Um es klar zu sagen: Es geht nicht darum, Kinder nicht-deutscher Herkunft zu stigmatisieren, sondern es geht darum, der Realität ins Auge zu sehen. Erst dann ist es möglich, Maßnahmen zu ergreifen, die wirklich die Situation an den Schulen verbessern. Hier ist auch der Berliner Integrationsbeauftragte in der Pflicht. Aber Piening führt lieber ideologische Debatten, als sich seinen Aufgaben zu widmen. Das ist unverantwortlich - den Schulen, Kindern und Eltern gegenüber. Wir fordern Piening deshalb auf, nicht länger den Beleidigten zu spielen und der Einladung der Staatsministerin Böhmer zu folgen."

Frank Henkel