"Der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Frank HENKEL, erklärt: "530.000 Berliner waren ihm nicht genug. Den Sachverstand aus Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer, Unternehmensverbänden, Politikern aller Parteien, Prominenten aus Kultur, Medien, Wirtschaft, der Aufruf der 70 größten deutschen Unternehmensführer hat der Regierende Bürgermeister Wowereit ausgeschlagen genauso wie das Angebot des US-Investors Lauder, ja selbst das Angebot der Bundesregierung. Und wofür?
Frank Henkel"Berlin verliert mit der Schließung des Flughafens Tempelhof eine wichtige Verkehrsader, die erst durch die rot-roten Schließungspläne in den vergangenen Jahren immer weniger frequentiert wurde. Berlin verliert mit der Schließung des Flughafens Tempelhof eine 350-Mio.-Euro-Investition in ein internationales Gesundheits-, Wissenschafts- und Forschungszen-trum mit mehreren tausend Arbeitsplätzen.
Berlin verliert mit der Schließung des Flughafens Tempelhof aber auch ein Stück seiner Geschichte. Tempelhof steht für den Aufstieg Berlins in den 20er Jahren. Tempelhof steht für das Überleben Berlins Ende der 40er Jahre während der Blockade. Und Tempelhof steht für die Lebensader Westberlins in mehr als vier Jahrzehnten Teilung.
Der Flughafen Tempelhof hätte eine Zukunft haben können: Angebote und Interessenten, Freunde und Förderer gab und gibt es zahlreich. Aber am Ende wird ein Mann das Schicksal Tempelhofs besiegeln: Klaus Wowereit. Er und sein rot-roter Senat haben kein Anschluss-konzept - aber die Macht zum Schließen. Doch Macht bedeutet Verantwortung und Verantwortung bedeutet, dass Wowereit auch das Erbe eines "toten" Flughafens tragen wird.
Wir werden ihn aus dieser Verantwortung nicht entlassen. Und die Berliner werden nicht vergessen, wer im Jahr 2008 ohne Not das Ende dieses Flughafens beschlossen hat."
Frank Henkel, Steuer