"Der Generalsekretär der Berliner CDU, Frank Henkel, erklärt:
Frank Henkel"Die SPD begegnet dem Volksentscheid zur Offenhaltung Tempelhofs mit der ganzen Arroganz der Macht. Der Regierende Bürgermeister hat bereits mehrfach erklärt, dass ihm das Ergebnis der Abstimmung am 27. April völlig egal wäre. Der Flughafen würde in jedem Fall geschlossen - unabhängig davon, wie das Volk entscheidet. Mit der gleichen Chuzpe gegenüber Andersdenkenden legt nun SPD-Politiker Gaebler nach. In seinem gestrigen Rundumschlag gegen alle Tempelhofbefürworter hat er vor allem IHK-Präsident Schweitzer scharf angegriffen. Herr Schweitzer solle sich überlegen, ob er 'auf der richtigen Seite steht. Schließlich muss man auch in den nächsten Jahren zusammenarbeiten.' Die Tempelhof-Gegner müssen hochgradig nervös sein, wenn sie auf solche Einschüchterungsversuche zurückgreifen und einer gestandenen Persönlichkeit wie dem IHK-Präsidenten unverhohlen drohen. Es ist nicht nur Schweitzers gutes Recht, seine Meinung frei zu äußern - es ist sogar seine Aufgabe, auch die Interessen der von der Berliner IHK vertretenen Betriebe zu berücksichtigen und zu artikulieren. Mit seinem Angriff legt Herr Gaebler ein fragwürdiges Demokratieverständnis an den Tag. Es stellt sich vor allem die Frage, was denn eigentlich die 'richtige' Seite ist? Berauscht sich der Senat derart an seiner Macht, dass er glaubt, die Wahrheit festlegen zu können? Das erinnert an politische Systeme, in denen das Wirken der Funktionäre einzig darauf ausgelegt ist, alle Bevölkerungsschichten auf Linie zu bringen." Frank Henkel